Ötztal Moped Marathon...

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Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 20.01.2020, 23:23

Hallo der Runde der Quickly-Kenner,

die ultimative Herausforderung für unsere wiinzigen Motörchen stellt wohl der Ötztal-Moped-Marathon dar, den sehr viele Mopeds schlicht nicht überstehen.
Und diese Veranstaltung reizt mich sehr.
Um den ganzen Honda CB 50 und Zündapp Combinette und Kreidler RM zu zeigen, das es schon zuvor ein richtig gutes Moped gab, das auch heute noch bestehen kann bei extremer Beanspruchung, würde ich gern diese Strapaze mit dem einzig wahren Moped bestreiten!
Und dazu gehen mir allerlei Gedanken durch den Kopf: Wie würde eine optimal vorbereitete Quickly aussehen, die dieser Strapaze standhält und mich sicher und in einer guten Zeit zum Ziel führt?
Was meint ihr?
Der Motor ist das Eine. Ein Dreigang, möglichst ohne herausspringenden zweiten Gang, soviel scheint klar. Die Verdichtung maximal erhöht, in der dünnen Luft der zweieinhalbtausender ein Muss. Habe da einen einst 12er Vergaser liegen, auf 13,5 Millimeter aufgerieben, der scheint mir ein Mittel der Wahl. Habe eine Handvoll Hauptdüsen, in der dünnen Luft darf es ja etwas weniger Sprit sein, meine kleinste Hauptdüse ist einer 54er...
Ist diese verstellbare Hauptdüse, die durch das Internet geistert, die Lösung?

Und die Quickly selbst: Die Bremsen der Zweisitzer sind obligatorisch, die halten der Anforderung sicher stand.
Der "Knieschluss"-Tank mit mehr als 6 Litern Fassungsvermögen solle die Tour mit einer einzigen Nachbetankung möglich machen.
So weit, so klar.
Doch welche Basis sollte man beim Aufbau einer Marathon-Quickly wählen? Eine "F", auch wegen ihres Federungskomforts für den Fahrer?
Oder als Basis eine S2/23 nehmen, die ja auch die besseren Bremsen hat?

Für jeden Input dankbar schreibt bitte jede Idee, die eine solche Tour leichter machen würde, Motor, Fahrwerk, Bremsen, Reifen - ich bin dankbar für jede Idee, die in der Summe eine wettbewerbstaugliche Quickly ergibt!

Nach einem Zylinderkit mit mehr Hubraum traue ich mich in diesem Zusammenhang den Betreiber des Forums gar nicht mehr zu fragen...

Gebt mir bitte Input, was ist wichtig, was hilft in der dünnen Luft der Hochalpen, einen Rest Leistungswilligkeit zu erhalten...?

Neugierig:
Dieter
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Quicklymax » 21.01.2020, 15:19

Hallo Dieter,
wer langsam fährt hat länger Freude, (googel). Ich bin vor vielen Jahren mit Freunden nach Südtirol geradelt, da sind wir einen Tag nach dem Fahrrad Marathon einige Pässe gefahren, da lag nur Müll an den Straßen.
Aber um langsamer zu fahren, kann ich dir ein 11 er Ritzel anbieten, das ist von einer Agria, da gibt es auch ein Gebläse, was an steilen Bergen viel nützt, dazu muß man aber die richtigen Gehäuse haben, das Agria Gehäuse kann man die linke und rechte Gehäusehälfte nicht verwenden, das mittlere ja. Das rechte kann vielleicht umgerüstet werden, für die linke Seite habe ich ein 2 Ganggehäuse angepasst, jetzt brauche ich noch jemand, der mir aus zwei Tretlagerachsen, für links Bremse, eine längere Achse zusammenschweißen kann, dann muß ich noch bei Krippel Teile für die Tretlagerachse kaufen, dann könnte der Aria Motor mit 3Gang in mein Quickly S passen, auch die Lima muß ich noch von der Agria umrüsten, die hat komischer Weise eine Lichtspule, nur mit angeschnittenem Kabel, die Agria hatte kein Licht.
Ich glaube, ich werde das nicht so schnell schaffen.
Vielleicht hilft dir da was, viel Spaß, du mußt dich bis zum 2 ten Februar anmelden,
Gruß, Evert.
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon webmaster » 22.01.2020, 20:12

Nach einem Zylinderkit mit mehr Hubraum traue ich mich in diesem Zusammenhang den Betreiber des Forums gar nicht mehr zu fragen...


Lasst Euch mal überraschen! Vielleicht kommt da doch noch was... :)
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 22.01.2020, 22:48

...oh lieber Webmaster,
bist Du die Quickly-Fee, die lange gehegte Wünsche erfüllt...?
Du erinnerst Dich, das ich schon danach gefragt hatte, und Du hast ja schon viele schöne Dinge realisiert, die ich längst an und in meiner F Spazierenfähre....
Motto: Jeder Kubikmillimeter zählt, und die Problematik der geringen Wandstärke des Zylinders zu den Überströmen ist mir bewusst...

Bin sehr gespannt...
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 22.01.2020, 23:03

11er Ritzel?
Nein, keine gute Idee, wenigstens mit den 23er bzw. 19 Zoll Rädern.
Nun habe ich noch kein Streckenprofil der Ötztal-Tour, und daher kenne ich auch die maximale Steigung nicht.
Hier im Taunus gibt es Steigungen von 16 %, das bewältigt die Quickly F sogar mit einem 14er Ritzel im ersten Gang. Zugegebenermaßen ist hier die Luft weniger dünn als auf 2000 Meter, da fehlt es dann selbst mit einem "Höhenmotor" an Leistung.

Gleichzeitig muss man ja den Berg wieder herunter, und um ohne Drehzahlorgien den Berg auch wieder herunterzukommen mit mehr als 60 km/h mag ich nicht weniger als 12 oder 13 Zähne...
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Quicklymax » 23.01.2020, 10:54

Hallo Webmaster,
ich bin sehr überrascht, ob noch mehr als 1 cm3 möglich ist, dann rutscht man über 50 cm3, dann ist es kein Moped mehr, Spaß bei Seite, ich laß mich gerne überraschen.
Dieter, was ist mit Gebläse.
Gruß, Evert.
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 25.01.2020, 00:16

Hallo Evert,
der Gebläse-Motor einer T-Quickly könnte hilfreich sein...!
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 25.01.2020, 00:21

...die Teile, um auf Gebläse umzubauen habe ich hier liegen, gleichzeitig ist Hitze in grosser Höhe weniger ein Problem, denn in der sauerstoffarmen Höhenluft verbrennt das Gemisch eher Fett und kalt...
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 25.01.2020, 00:48

Und was den Hubraum betrifft: schon zwei Millimeter mehr Zylinderdurchmesser ergeben 54 Kubikzentimeter, das verträgt die originale Zylindergussform locker, auch 56 Kubikzentimeter sollten drin sein, aber wer weiss, was der Webmaster in petto hat..

Und ja, korrekterweise ist das dann kein Moped mehr.
Richtig.
Aber ist das schlimm...?


@webmaster: Was hast Du in Vorbereitung...?.
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon webmaster » 04.02.2020, 20:25

... sagen wir`s mal so - es gibt Bestrebungen in dieser Richtung die Kundenwünsche zu erfüllen.
Bevor wir aber keine 100% Zusage haben, will ich noch nicht weiter ins Detail gehen.
Aber wenn es was werden sollte, sind es natürlich mehr als 49 cm³ und offiziell nicht für den Straßenverkehr.
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 07.02.2020, 15:00

Danke für die Rückmeldung, ich bin sehr gespannt!
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon Effchen » 17.02.2020, 23:40

Hallo Webmaster,
Du machst es wirklich spannend!
Ich werde Dich auf dem nächsten Veteranenmarkt mal persönlich ansprechen...
Mi
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Re: Ötztal Moped Marathon...

Beitragvon AirBag » 19.02.2020, 10:57

Hi,

also mein Vater und ich waren letztes Jahr beim Vorarlberger Moped Ride (v-m-r.at) mit einer S23 (3 Gang) und einer L (2 Gang) am Start. Wir haben beide 12er Vergaser drauf und mein Vater noch nen Agriasatz, das war tuningmäßig alles.

Wir sind die komplette Strecke von Stuttgart nach Dornbirn beim Bodensee, den Ride und wieder zurück auf eigener Achse gefahren, also insgesamt um die 700km an drei Tagen. Beim Ride selbst gabs glaub 1700 Höhenmeter zu bewältigen, bin mir da aber nemme ganz sicher.
Hin waren wir vollgepackt mit Campingmaterial, zurück und beim Ride selbst hatten wir nur Werkzeug und Ersatzteile dabei.

Der Ride war an sich Stressfrei, obwohl sich bei der S23 schon auf dem Hinweg ein Zahn des 2. Ganges verabschiedet hatte, was wir allerdings erst wieder daheim festgestellt haben. Hat defekt 500km mit extra Schuss Öl zwar bissle geklackert, hat aber einwandfrei durchgehalten. Sonst hatten wir noch nen undichten Schwimmer, ein lockeres Schutzblech und ein gerissenen Kupplungszug, das war alles.

Mein Tipp ist, gegen die ganzen Kreidlers mit nitro im Tank kommst du eh net an, lass des ganze Tuning sein. Ein Gebläse brauchst du au net, kostet nur Leistung und bei Höhenkrankheit hilft ne verstellbare Düse oder einfach nur ein sauber eingestelltes Motörchen. Zu warm wird au nix weil da oben liegt noch Schnee, also lieber an die richtige Kleidung denken...
Wir hatten beide die normalen Dosenbremsen, ging Stressfrei macht die Sache halt noch bissle mehr zum Abenteuer.

Das allerwichtigste ist, das du dein Mopped mit allen Macken kennst, es ordentlich eingestellt ist und sauber läuft und das am besten schon seit 600km ohne nennenswerte Probleme. Weil Pannen hatten lustigerweise immer nur die, die ein 1+ Garagenfahrzeug hatten, das noch nie wirklich Kilometer gelaufen ist.

Nimm ne zweite Zündung, nen Ersatzvergaser, Züge, Motor- und Zweitaktöl und wenn du willst noch nen Ersatzkolben + Zylinder mit (und vielleicht noch Glühbirnen, Zündkerzen, Kopfdichtungen und eine Kette). Wichtig ist dann nur noch das passende Werkzeug.

Unsere Moppeds haben so schon alles mitgemacht, es geht bei sowas weniger um Tuning als um Zuverlässigkeit. Außerdem ist der Weg das Ziel;)

Viele Grüße
AirBag
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