Quickly, Bj. 1959

Informationen über Restaurierungen und Instandsetzungen, Erfahrungsberichte, die man hier anderen weitergeben kann.

Quickly, Bj. 1959

Beitragvon andreas » 26.08.2017, 17:15

Hallo Quicklyfreunde,

im Sommer 2014 unterhielt ich mich mit einem Kollegen über meine gerade fertig gewordenen Quickly S. Dabei merkte er an, dass in einem Schuppen seines Elternhauses im Harz auch noch eine Quickly stand. Es kam, wie es kommen musste, ein paar Wochen später hatte ich eine Quickly mehr.

Hierbei handelt es sich um eine 3-Gang Quickly aus dem Jahr 1959.

Bild

Die vielen Jahren im Schuppen hatten ihre Spuren hinterlassen. Deshalb wurde das Moped grob gereinigt, zerlegt und eingelagert. Leider waren einige Teile, u.a. die Räder, nicht mehr zu retten.

Wie schon bei meiner S, verging wieder einige Zeit, bis ich mich damit beschäftigen konnte. Da die Teile doch ziemlich fertig waren, wurde ein Wiederaufbau inklusive Lackierung ins Auge gefasst. Es kam dann aber doch anders.

Die Blechteile wurden gründlich gereinigt. Die zu stark korridierten Teile wurden durch besser erhaltene ersetzt. Danach wurde alles mit Owatrol eingepinselt und vier Wochen zum Trocknen weggelegt. Anschließend begann der Wiederaufbau. Heute wurden mal testweise die Räder eingebaut.

Bild
Bild

Viele Grüße
Andreas
Zuletzt geändert von andreas am 15.07.2018, 15:59, insgesamt 3-mal geändert.
Quickly S 1957, Quickly 1959 (3-Gang)
andreas
Vielfahrer
 
Beiträge: 27
Registriert: 19.08.2010, 06:05

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon Hanson » 26.08.2017, 21:53

Hi,
die fetten Radnaben find ich auf alle Fälle cool...bremsen auch besser.Also eine Original S soll es wohl nicht werden...Ich finde solche Projekte immer spannend. Bin gespannt was es am Ende wird...Aber der Anfang macht neugierig.
Frohes Schaffen und viele kreative Ideen....
Werner
Hanson
Quickly-Freak
 
Beiträge: 178
Registriert: 14.06.2016, 12:32
Wohnort: Schlichting, Dithmarschen

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon andreas » 02.09.2017, 12:21

Moin,
Hanson hat geschrieben:die fetten Radnaben find ich auf alle Fälle cool...bremsen auch besser.

leider hat das "fette Vorderrad" doch nicht reingepasst ... :(

Bild
Ich habe jetzt Quickly L-Räder mit kleiner Vollnabe eingebaut.

Bild

... und das "fette Rad" hat einen neuen Besitzer gefunden.

Viele Grüße
Andreas
Zuletzt geändert von andreas am 15.07.2018, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
Quickly S 1957, Quickly 1959 (3-Gang)
andreas
Vielfahrer
 
Beiträge: 27
Registriert: 19.08.2010, 06:05

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon andreas » 03.09.2017, 17:22

Moin,

die Blechteile sind soweit fertig.
Man erkennt schon wieder, was es werden soll. ;)

Bild

Viele Grüße
Andreas
Zuletzt geändert von andreas am 15.07.2018, 16:00, insgesamt 2-mal geändert.
Quickly S 1957, Quickly 1959 (3-Gang)
andreas
Vielfahrer
 
Beiträge: 27
Registriert: 19.08.2010, 06:05

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon Echze » 03.09.2017, 18:48

Hallo Andreas,

Dein Ansatz gefällt mir - die sieht ja schon richtig klasse aus.

Wünsche Dir weiterhin gutes Gelingen.
Beste Grüße vom Niederrhein
Peter
Benutzeravatar
Echze
Quickly-Freak
 
Beiträge: 231
Registriert: 03.10.2009, 08:57
Wohnort: Mönchengladbach

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon andreas » 26.09.2017, 18:42

Moin,

hier wieder ein kleines Update aus dem Keller:

Bild
Die "Hebeleien" am Lenker sind aufgearbeitet und wurden wieder montiert.

Anschließend wurde mit dem Zerlegen des 3-Gang Motors begonnen.

Bild

Viele Grüße
Andreas
Quickly S 1957, Quickly 1959 (3-Gang)
andreas
Vielfahrer
 
Beiträge: 27
Registriert: 19.08.2010, 06:05

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon andreas » 15.07.2018, 16:26

Moin,

ich bin noch da. :)
Anschließend wurde mit dem Zerlegen des 3-Gang Motors begonnen.

Das Zerlegen des Motors und das Reinigen der Teile ging zügig von der Hand. Ein Kugellager "zickte" etwas rum, mußte dann aber doch aufgeben. Um mir den Zusammenbau zu erleichtern, habe ich bei der Demontage viele Fotos gemacht.

Nun bin ich endlich zum Zusammenbau gekommen. Obwohl es mein erster Dreigangmotor ist, hat es bisher ganz gut geklappt.

Bild

Tja und dann ging es nicht weiter, weil ich bei meiner letzten Ersatzteilbestellung den Dichtungsring unter dem inneren Kupplungskorb vergessen hatte. :cry:

Jetzt muß ich auf die nächste Lieferung warten.
Quickly S 1957, Quickly 1959 (3-Gang)
andreas
Vielfahrer
 
Beiträge: 27
Registriert: 19.08.2010, 06:05

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon andreas » 22.11.2019, 09:42

Moin,

eine weitere Episode in einer scheinbar unendlichen Geschichte:
Nun bin ich endlich zum Zusammenbau gekommen. Obwohl es mein erster Dreigangmotor ist, hat es bisher ganz gut geklappt.

Ganz so einfach war es dann doch nicht. :(

Beim Montieren der Gehäuseteile bemerkte ich, dass sich diese nur mit viel Druck und Kraft montieren ließen. Das gefiel mir nicht weshalb ich alles wieder demontierte. Dabei zogen sich die Kugellager, in denen die Kurbelwelle gelagert ist, aus den Lagersitzen - AARGHH.
Für mich sah das so aus als ob die nagelneuen Kurbelwelle etwas zu dick war.

Monate später.

Nachdem auch die Kugellager entfernt waren, habe ich die Kurbelwelle an den Lagerstellen ganz vorsichtig mit 3000er Schleifleinen bearbeitet. Danach ließ sie sich „saugend“ montieren und der Motor war auch schnell fertiggestellt.

Bild

Es geht weiter. :)

Bild

Viele Grüße
Andreas
Quickly S 1957, Quickly 1959 (3-Gang)
andreas
Vielfahrer
 
Beiträge: 27
Registriert: 19.08.2010, 06:05

Re: Quickly, Bj. 1959

Beitragvon Quicklymax » 23.11.2019, 11:28

Hallo Andreas,
du hast ja noch den ganzen Winter Zeit, bis es das neue Versicherungsschild gibt. Bei meiner 2 Gang Quickly hatte ich auch so ein Lagerproblem, schon beim Auseinanderbau ging das Gehäuse schwer auseinander, das 1. Gangrad war eingeklemmt, auch bei neuen Lagern klemmte das, die Buchse im Zahnrad war oval eingelaufen, ich habe eine neue Buchse eingebaut und die Abtriebswelle leicht geschmirgelt, bis das Lager leichter draufpaßte und nicht beim Zusammenbau des Gehäuses das 1.Gangrad zu sehr gequetscht wird, hat ein mehrfaches Auseinander- und Zusammenbau gebraucht, bis ich die Ursache herausgefunden hatte. Man muß auch den Mut haben, das Lager, oder die Welle zu bearbeiten. Ich hatte mich für die Welle entschieden, weil sowohl das alte und neue Lager ( am Ritzel auf der Hauptwelle) schwer auf die Welle rutschte und aus dem Gehäuse gezogen wurde, beim Auseinanderbau. Auch bleibt das Lager sauber.
Dann erzähl mal weiter, was es noch so zu tun gibt.
Gruß, Evert
Quicklymax
Quickly-Freak
 
Beiträge: 185
Registriert: 14.08.2016, 09:51
Wohnort: Weiterstadt


Zurück zu Restaurierungs-Berichte

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: MSN [Bot] und 1 Gast