Stoßseufzer...

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Stoßseufzer...

Beitragvon Effchen » 02.06.2014, 12:17

Hallo,
vorweg: Ich fahre meine Quickly F aus Überzeugung und finde das Ding richtig klasse. Mag das filigrane an ihr, mag den Klang des Motors. Und jede Fahrt damit ist eine Zeitreise über 3 Jahrzehnte zurück, als ich schon einmal Quickly fuhr, täglich und mit großer Begeisterung.

Trotzdem könnte ich manchmal geradezu verzweifeln!
Und dafür kann meine brave Quickly gar nichts - sondern der Verkehr um uns herum!
Nun bin ich viel zu zweit unterwegs, abends in die Stadt zum Kinobesuch, mal eben eines der Kinder abholen oder fortbringen.
Mannheimer Innenstadt: Ampel hinter Ampel, dichter Verkehr, und kaum ein Autofahrer nimmt Rücksicht, hält Abstand und erkennt, daß ich durchaus nicht in böser Absicht so langsam Fahrt aufnehme.
Halte ich mich ganz rechts am Fahrbahnrand, habe ich das Gefühl den linken Ellbogen einziehen zu müssen, so dicht schieben sich die Autos an mir vorbei.
Nehme ich mir die gesamte Fahrbahnbreite und fahre mittig, wird extrem dicht aufgefahren, manchmal zusätzlich gehupt und geschimpft.

Schön ist das nicht. Und ich ertappe mich häufiger bei dem Gedanken, eines meiner "richtigen" Motorräder zu nehmen, wenn eine Fahrt in die Stadt ansteht.

Wie geht es Euch damit?
Fühlt ihr Euch "ungestört" im Straßenverkehr?

Fragt
Dieter
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Re: Stoßseufzer...

Beitragvon Strokekilla » 29.06.2014, 19:42

Effchen hat geschrieben:Wie geht es Euch damit?
Fühlt ihr Euch "ungestört" im Straßenverkehr?

Fragt
Dieter


Servus Dieter,

ich habe meine S schon ein paar mal für die Fahrt zur Arbeit benutzt. Ich starte
aber dann schon ca 1/4 Std. früher um den Schichtverkehr zu umgehen.
Unter der Woche nutze ich die NSU gelegentlich für kleinere Einkäufe.
Ich habe allerdings die vordere Bremse leiiicht modifiziert was mir mehr
Sicherheit gibt.

Meine Regeln sind:

- Nutze immer die Fahrbahnmitte - mehr Platz zum ausweichen
- Sei nie der Erste an der Ampel - lieber 7-8 Dosen vor dir
- Vertraue nicht auf die "Rechts vor Links"- Regel
- Reserve oder Zusatzbeleuchtung für Nachtfahrten anbringen/mitführen

Nun, meine Erfahrungen sind fast überwiegend positiv. Allerdings lebe ich ja auch in einen kleineren Ort. Verkehrsteilnehmer vor denen ich "Angst" habe sind die
-hektischen Hausfrauen, die noch schnell ihre Kinder von der Schule abholen oder zur Schule bringen
-Radrennfahrer mit den sturen Blick nach unten ( malt euch wenigstens ein Gesicht auf die Helmoberseite)
-Paketdienstfahrer
ja und die "jugendlichen" Hitzköpfe die einen noch gerne vor der Ampel überholen
um dann vor der selbigen, weil rot, in die Eisen treten.

Also ein "ungestört" gibt es eigentlich nicht im Strassenverkehr. Ich vermute du meinst wohl eher ein "gleichberechtigt" und das gibts auch kaum mehr.

Gruss
Jürgen
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Re: Stoßseufzer...

Beitragvon seitwaerts » 24.12.2014, 12:57

Moin!

Ich hol den mal hoch, weil ich meine Gedanken dazupacken möchte.

Erste Regel: fahre selbstbewusst!
Dort, wo Du bist, kann nach den gültigen Regeln der Physik kein anderer sein.
Fährst Du schüchtern, immer an den Rand gequetscht (auf der Landstrasse sehe ich viele rechts von der weissen Begrenzungslinie fahren :shock: Ein Graus!) , nimmt Dich keiner Ernst, da wirst Du ignoriert, und bist maximal eine Wanderdüne.
In den Städten fahren ich in der Mitte der Spur. Das gibt eine Q her. Auf der Landstrasse scchon am Rand, aber so, dass die rechte Hand noch vom weissen Strich weg ist. Nach der STVO steht mir das so zu. Bei schlechten Strassen fahre ich auch weiter in der Mitte, wenn am Rand zuviele Schlaglöcher sind.

Zweitens: Du fährst einen Oldtimer. Das verstehen die Dosentreiber auch. Wenn Du als Treiber eines Oldtimers erkennbar bist.
Die alten "Römer"-Helme helfen da zwar sehr, sind aber auch extrem unsicher.
Fährst Du in grellbunten Klamotten, bist Du für die Dosentreiber nur noch ein "Rollerkiddie", also des Ignorierens würdig. Also eher klassisch kleiden. Mein Leder hat Reflexstreifen, der Helm auch. Hilft ungemein.
Auch im Sommer immer mit Handschuhen.
Ich habe das dieses Jahr mal ausprobiert.
Mal klasssisch in Leder, mal in Jeans und T-Shirt.
Ratet mal, auf welcher Fahrt ich mich nicht wohlfühlen konnte, weil man mich nicht erstgenommen hat...
Ich habe festgestellt, speziell in den Städten, dass es besser geworden ist, seit der "NSU"-Schriftzug über dem Rücklicht prangt.

Ich hatte oft auch langsame Motoren drin, da hat man sogar in so hektischen Städten wie Hanau oder Offenbach/M durchaus Verständnis gehabt. Ist eben ein Oldtimer. Ergo lahm. Denkt man. Und hat Verständnis, wenn es an der Ampel oder am Berg mal länger dauert.
Ein kräftiger Motor hilft andererseits ungemein, um speziell in den Stadten im Verkehr gemütlich mitschwimmen zu können.

Seit ich in der Südpfalz wohne, ist das Thema wesentlich entspannter, als im Rhein-Main-Gebiet, ganz klar. Das liegt aber wohl auch daran, dass es hier eh eine hohe Oldtimerdichte gibt, das ist man gewohnt. Un de Pälzer is eh ganz entpannt.

Wovor ich mich allerdings immer fürchte: Omnibusse, speziell die Linienbusse, und: FahrerInnen von Sozialdiensten. Die sind die brutalsten.

Die Rennleitung interessiert sich meiner Erfahrung nach im übrigen nicht im Geringsten für eine Q, die mit gemütlichen 60km/h daherkommt. Und man kann sie ja dafür passend versichern (ich hab eh einen "Einser", da kann mir keiner was)

Ich bin früher auch gern mit der Quickly zur Arbeit gefahren.
Von Limburg nach Frankfurt, quer durch den Taunus, war ich damit gerade mal 15 Minuten langsamer, als mit dem Motorrad (ich gelte da durchaus als... schwungvoller Fahrer)
Aber ich kam noch wesentlich entspannter an.

Und natürlich immer mit gutem :idea: unterwegs sein. Ersatzbirnchen (und Werkzeug dafür) mitnehmen.
Gutes Licht geht auch mit der Originalbeleuchtung. Wirklich. Sogar mit 6V.

Entspannung ist eh wichtig. Mit der Q fahre ich nicht, wenn ich eilig irgendwo hin will. Da nehme ich die Dose.


Grysze aus dder Südpfalz, Volker
Grysze, Volker

...der Reifen ist nur unten platt...
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